¿QUÉ PASA? BERLIN – 12. BIS 18. JANUAR

¿QUÉ PASA? BERLIN – 12. BIS 18. JANUAR

Wir beginnen die Woche mit der Ausstellung ETERNAL 20TH CENTURY mit Werken des Berliner Fotografen Sven Johne, die bis zum 17. Januar in der Galerie Klemm gezeigt wird. Eine Ausstellung gegen die Entkörperlichung des Krieges wie Sabinne Rennefanz erklärt, bei der der Künstler den Körper sichtbar macht und ihn in den Mittelpunkt seines Werkes stellt. So lassen Johnes Arbeiten an die Weitergabe von Traumata über Generation und geografische Denken hinaus denken und werden selbst in Bereiche wie Stadtplanung, Architektur, Sozial- und Familiengeschichte sichtbar. Adresse: Leipziger Str. 57/58, 10117 Berlin

Am Mittwoch um 20Uhr wird das Stück O QUE RESTA DA FOGO im Theater Sophiensäele präsentiert. Ein Stück inspiriert von einem der ältesten Handwerke der Menschheit – der Holzkohleherstellung – und ihrer tiefen Verbindung von Körper und Natur. Köhler*innen leben ein Paradox: Sie sind Hüter*innen uralten Wissens und zugleich Akteur*innen der Zerstörung. Ganze Wälder wurden über Jahrhunderte hinweg gefällt, und doch kann das Feuer, das verzehrt, auch regenerieren. Das Wissen, das zerstört, birgt zugleich den Keim der Erneuerung. Ein Stück bei dem die Choreografin Isabela Fernandes Santana, gemeinsam mit der Tänzerin Mariagiulia Serantoni ein Stück entwickeln haben, das Verkörperung als eine Form von Wissen in den Mittelpunkt stellt. Adresse: Sophienstraße 18, 10178 Berlin

Am Donnerstag um 19.30 wird im Theater am Palais das szenisch-musikalische Porträt GEGEN EINEN OZEAN PFEIFT MAN NICHT AN präsentiert. Porträtiert wird der „kleine dicke Berliner, der mit seiner Schreibmaschine eine Katastrophe aufhalten wollte“ (Erich Kästner). Kurt Tucholsky, ein Gesellschaftskritiker und Frauenheld, Satiriker und Idealist, konnte mit Worten umgehen wie kein zweiter. Zudem hatte er ein unfehlbares Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen. Mit fast hellseherischem Scharfsinn sah er Deutschland in die Katastrophe schlittern und warnte bereits Jahre vor Hitlers Machtübernahme vor den heraufziehenden Gefahren. Mit seinen Texten und Musik seiner Epoche zeichnen wir das Bild eines Berliners, der sich mit der gleichen Leidenschaft in politische Debatten wie die Vergnügungssucht der Weimarer Republik stürzte und dessen Schriften auch 100 Jahre nach ihrer Erscheinung nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.  Adresse: Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin

Ebenfalls am Donnerstag aber um 20 Uhr spielt das ANIA PAZ TRIO im B Flat. Ania Paz (p, comp.), Carmelo Leotta (b), Christoph Hillmann (dr). Lebendig, unerwartet und zeitgenössisch – ihre experimentelle Spielfreude zusammen mit Christoph Hillmann am Schlagzeug und Carmelo Leotta am Bass schafft eine dynamische Rhythmusgruppe mit einer einfühlsamen, solistischen Interpretation. Nach einer erfolgreichen internationalen Karriere in Lateinamerika und den USA hat sie ihre musikalische Heimat in Berlin gefunden und ihre internationale Präsenz weiter ausgebaut. Mit dem Ania Paz Trio durften sie bereits ausverkaufte Konzerte, erfolgreiche Tourneen und begeisterte Kritiken für ihre aktuelle CD Espacios feiern. Die Presse beschreibt ihre Musik als „intelligent, sinnlich, wild und frei“ Adresse:  Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin

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