Wir starten die Woche des 28. – 4. Oktober am Montag um 18Uhr und mit einer kuratorischen Führung durch die Ausstellung KREUZBERG KUNST UND MIGRATION SEIT 1960 die gegenwärtig im Gropius Bau gezeigt wird. Anhand von ausgewählten Werken zeichnet die kuratorische Führung nach, wie sich die Künstlerinnen der Ausstellung mit Migration und Exil, Rassismuserfahrungen, Wohnungsnot sowie die Lebensbedingungen sogenannter Gastarbeiterinnen auf unterschiedliche Weise auseinandersetzen. Die gezeigten Arbeiten erzählen auch von Widerstand und Selbstermächtigung, Solidarität und Gemeinschaft und machen Kreuzberg als künstlerischen Möglichkeitsraum. Adresse: Niederkirchnerstraße 7
Am Donnerstag den 01.10 um 18Uhr bietet das Ibero Amerikanische Institut den Vortrag an AXÉ UND DIE VERBUNDENHEIT ZWISCHEN SPIRITUALITÄT, NATUR UND ÜBERLEBEN. In ihrem Vortrag erweitert Bettina Schmidt (University of Wales Trinity Saint David) die Debatte, indem sie über afrikanisch geprägte Religionen und das Konzept des „Axé“ reflektiert – jene göttliche Energie, die den Menschen mit nicht-menschlichen Kräften verbindet. Land wird nicht besessen, sondern auf relationale und kollektive Weise bewohnt. Ein Perspektivwechsel hin zu „spirituell relationalen Territorien“ wird das Verständnis von Naturkatastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels in Frage stellen. Die Wahrnehmung der Auswirkungen von Umweltzerstörung nicht nur auf materielle Ressourcen, sondern auch auf die spirituelle Kraft wird die anthropozentrische Erzählung in Frage stellen. Veranstaltung auf Englisch. Adresse: Potsdamer Straße 37, 10785 Berlin
Ebenfalls am Donnerstag jedoch um 19.30 beginnt in der Urania die Podiumsdiskussion zur Buchpremiere EMPÖRT EUCH NICHT!. Was wäre, wenn wir alle zusammen den Anstand verteidigen? Omid Nouripour und Michel Friedman diskutieren anlässlich der Premiere von Omid Nouripours neuem Buch „Empört euch nicht!“ (Ullstein) über Wege aus der Dauererregung und Polarisierung. Fünfzehn Jahre nach Stéphane Hessels Manifest »Empört euch!«, einem Aufruf zum Widerstand und gegen die Ignoranz, ist aus Empörung ein Dauerzustand geworden. Omid Nouripour, von Berufs wegen Experte für Kompromisse, meint: Mit Wut allein kommen wir nicht weiter. Er fordert ein Ende der Empörungskultur, in der das Geschrei jede kluge Antwort übertönt. Ob es um Migration und Identität, Klima, Kriege oder den Sozialstaat geht: Es sei höchste Zeit, einander wieder zuzuhören, statt sich mit Dreck zu bewerfen. Adresse: An der Urania 17, 10787 Berlin
Am Sonntag um 20Uhr beginnt das Konzert von BRKN im Bi Nuu. Braucht es in einer Zeit, in der toxische Beziehungen und zwischenmenschliche Dramen musikalisch komplett beliebig und zur austauschbaren Massenware geworden sind, tatsächlich noch ein Album, dass „Lösch meine Nummer“ heißt? Wenn es von BRKN kommt: Unbedingt. Zwischen all dem kitschigen und überdramatisierten Herzschmerz, der mit Künstler*innen wie Ayliva oder 1986zig die TikTok-Feeds flutet, ist ein ehrliches, selbstreflektiertes und gleichzeitig butterweiches Release wie das des Sängers vielleicht gerade bitter nötig. Adresse: U-Bahnhof Schlesisches Tor











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