¿QUÉ PASA? WOCHENENDE: 20. BIS 26. APRIL
Wir beginnen die Woche mit der Ausstellung – Diskurs – Performance DIE KUNST IST KEIN ZIEL FÜR SICH, dass im Kunstraum Kreuzberg präsentiert wird. Die Kunst ist kein Ziel für sich verknüpft die avantgardistische Praxis der lettischen Theatermacherin, Pädagogin und Revolutionärin Asja Lācis mit künstlerischen, wissenschaftlichen und aktivistischen Perspektiven der Gegenwart. Der Themenschwerpunkt des Eröffnungswochenendes bereits, setzt den Ton der Ausstellung und verbindet uns direkt mit dem Anliegen von Asja Lācis: Wie handeln, was tun als Kulturarbeiter*innen in Zeiten von Krise und Krieg, weltweit zunehmenden autoritären und faschistoiden Tendenzen? Mithilfe einer Zeit-Raum-Maschine sowie in Vorträgen und Performances begeben wir uns auf die Spuren von Asja Lācis, schreiben sie weiter in die Gegenwart. Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm aktiviert die Ausstellung durch Diskurs, Performances und Workshops. Adresse: Mariannenpl. 2
In der Urania findet am Mittwoch den 22. April um 19.30Uhr in Gedenken an Jeanne Mammen die Podiumsgespräch BIS BALD, MEINE FREUNDE, statt. Aus Paris 1914 vertrieben, wurde Jeanne Mammen im Berlin der 1920er Jahre mit ihrem kritischen Blick auf die dekadente Großstadtgesellschaft zur gefragten Illustratorin für Magazine wie Ulk und Simplicissimus. Zeitlebens verweigerte sie sich jeglicher Vereinnahmung. Die NS-Zeit überlebte sie zurückgezogen und verarmt in ihrem legendären Atelier am Kurfürstendamm, wo sie bis zu ihrem Tod im Verborgenen malte, zeichnete und modellierte. Ihre Werke zeigten eine bewusste Auseinandersetzung mit Diktatur und Isolation, indem sie Masken und Marionetten als Motive nutzte, um ihre innere Distanz zu zeigen. Noch heute ist das Künstleratelier nahezu original erhalten und kann besucht werden. Adresse: An der Urania 17, 10787 Berlin
Am Donnestag den 24. um 19Uhr wird in der Buchhandlung Andenbuch das Werk von Piedad Solans OJOS CON CENIZAS – AUGEN WIE ASCHE vorgestellt. Gewalt hat, ebenso wie ihre Opfer, Namen. Die Städte tragen die Narben in ihren Straßen und Gesichtern, an Fassaden, auf Brachflächen und in Stimmen, an Gedenkstätten, auf Plätzen, in Museen und in der Stille. Ihre Fäden, ihre Asche breiten sich wie Humus auf den Oberflächen aus: „Trägt unsere Schritte eine Substanz des Todes, die wir Boden nennen?“2007 kam Piedad Solans nach Berlin, um zu verstehen, um zu schreiben. Augen wie Asche ist der Text ihrer Spaziergänge seitdem durch die Kehrseite der Stadt, gegen den Strich der glänzenden Spiegel einer hartnäckigen Welt. Die Augen sprechen, um die Namen aus einem Vergessen zu retten, das zerstörerisch am Rande der Gegenwart auftaucht. Angesichts des Schweigens bricht die Stimme so vieler verletzter Leben auf die Seite; ebenso die dokumentarische Spur einer Barbarei, die kein Ende nimmt. „Es gibt Moos, Gestrüpp, trockene Äste im Wald. Eine Katastrophe.“ Adresse: Bergmannstr. 59 im Hof
Am Sonntag den 26. Beginnt um 20Uhr das Konzert von MIGUEL im Huxleys Neue Welt an. Mit seiner innovativen, souligen Musik begeistert Miguel seit vielen Jahren sein Publikum in allen Teilen der Welt. Seit er für seinen phänomenalen Chart-Hit „Adorn“ 2013 mit dem GRAMMY Award für den besten R&B-Song ausgezeichnet wurde, zählt er weltweit zu den fortschrittlichsten Künstlern, die die Genregrenzen sprengen. Mit seinem neuen Album „CAOS“ erfindet sich Miguel einmal mehr radikal neu und setzt neue Maßstäbe dafür, wie sich ein Künstler genre- und kulturübergreifend weiterentwickeln kann. Adresse: Hasenheide 107, 10967 Berlin











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