¿QUÉ PASA? WOCHENENDE: 30. BIS 1. FEBRUAR
Wir beginnen das Wochenende mit der Ausstellung POST MILLENIUM TENSION von Radenko Milak die bis zum 8.3. im Haus am Lützowplatz gezeigt wird. Der Titel der Ausstellung kann mit „Spannungen seit dem Millenniumwechsel“ übersetzt werden, da der Unterstrom der Ausstellung eine aus den Fugen geratene Welt im noch jungen 21. Jahrhundert abbildet. Milaks Aquarelle stellen eine Verbindung zum kollektiven Unbewussten her, indem sie auf entscheidende Ereignisse des frühen 21. Jahrhunderts Bezug nehmen. Auf zahlreichen schwarz-weißen, teilweise aus vielen Einzelblättern zu riesigen Bildern zusammengesetzten Aquarellen zeigt der 1980 in Travnik, Bosnien, geborene Künstler Schlüsselmotive der Weltgeschichte, die nach ikonischen Fotografien von aktuellen und vergangenen politischen und sozialen Ereignissen in Wasserfarben gemalt wurden. Durch den Wechsel von einem Medium (Fotografie) zu einem anderen (Aquarell) fängt Milak die wachsende Spannung von Instabilität und Unsicherheit in der Welt ein und stellt sie zur Schau, wobei er stets einen neutralen Standpunkt beibehält. Adresse: Lützowpl. 9, 10785 Berlin
Am Freitag den 30. Um 20Uhr freut sich, die in Berlin ansässige Jazzsängerin Lucia Fodde im B-Flat SAMBA E AMORE zu präsentieren. Ein Projekt, das eine kraftvolle Botschaft von Frieden und Freiheit vermittelt und ein einzigartiges Programm auf die Bühne bringt, dass die gefühlvollen Rhythmen der brasilianischen Musik mit der poetischen Schönheit der italienischen Sprache verbindet. Mit zeitlosen Werken legendärer brasilianischer Komponisten wie Chico Buarque, Vinicius de Moraes und Toquinho nimmt Lucia das Publikum mit auf eine faszinierende Reise durch eine Epoche reichhaltigen künstlerischen Austauschs. In den 1970er-Jahren, während ihres Exils, arbeiteten brasilianische Musiker und Dichter mit italienischen Künstlern wie Ennio Morricone, Mina, Ornella Vanoni und insbesondere dem Dichter Sergio Bardotti zusammen, der italienische Versionen ihrer Lieder schuf. Diese Kooperationen bauten eine kulturelle Brücke zwischen den beiden Nationen und brachten herausragende Interpretationen auf Italienisch hervor, die kraftvolle Botschaften von Widerstand, Hoffnung, Menschlichkeit und Frieden transportieren – Botschaften, die heute aktueller denn je sind. Adresse: Dircksenstraße 40, 10178 Berlin
Am Samstag den 31.1. um 19Uhr wird im HAU1 das Bühnenstück WIR KRISENDARSTELLER*INNEN: LOOKALIKE IN ANGER! “Krise, welche Krise?” Die Hater toben: “Das sind doch nur Krisendarsteller*innen!” Gemeint sind alle, die für Veränderung auf die Straße gehen. Und gegen rechte Hetze. Gegen Kürzungen im Kulturbereich. Oder den Klimakollaps. In Zeiten der Polykrise hängt schließlich alles mit allem zusammen. Der Flügelschlag eines Schmetterlings führt zum Sturm aufs Kapitol. Und da gegen Krisen Allianzen bekanntlich helfen können, trainieren andcompany&Co. mit Theater Thikwa den Ernstfall und lassen sich als professionelle Krisendarsteller*innen ausbilden. Kein “Großschadensereignis”, was sie nicht schon einmal durchgespielt hätten: vom Super-GAU über Drohnenangriffe bis zur Klimakatastrophe und der Machtübernahme durch Künstliche Intelligenz. Oder der künstlichen Dummheit autoritärer Bewegungen: “Krise, welche Krise?” Adresse: HAU1: Stresemannstraße 29
Am Sonntag findet im Humboldt Forum um 15Uhr die Lesung statt: DER ERSTE SCHRITT ÜBER DIE MAUER. Gelesen werden die Bilderbücher „der erste Schritt“ von Pija Lindenbaum sowie „Die Mauer. Eine Parabel“ von Giancarlo Macri und Carolina Zanotti mit den Illustrationen von Sacco & Valleriano. Der König der Blauen möchte, dass nur noch Blaue in seinem Reich wohnen und baut deswegen eine Mauer. Schnell merkt er wie doof das eigentlich ist. Die Primeln und Ringelblumen sind von einer Linie eingegrenzt und die Schäfin, die Große, passt auf, dass niemand über diese tritt. Doch was passiert eigentlich, wenn man mal nicht nach den Regeln spielt? Die Bücher sind spannend für Kinder von 3 – 6 Jahren. Erfreuen aber auch ältere Besucher*innen und Besucher. Adresse:Schloßpl. 1


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