¿QUÉ PASA? BERLÍN 24. BIS 30. AUGUST

Wir starten die Woche des 24. – 30. August mit der Ausstellung TELL ME WHAT TO SEE von Carola Lampe, die z.Z. in der Galerie Fotografiska gezeigt wird. Künstliche Intelligenz, Algorithmen und andere digitale Technologien steuern längst große Teile unseres Alltags – oft ohne, dass wir es merken. Die Fotografin und Künstlerin Carola Lampe setzt sich bereits seit Jahren mit dieser Entwicklung auseinander. In ihrem Projekt Tell Me What To See schiebt sie Realität und Künstlichkeit so weit ineinander, dass alle Grenzen verschwimmen. Als Softwareentwicklerin nutzt Carola Lampe bewusst die Kamera – ein klassisches, fast analoges Werkzeug – um Bilder zu erzeugen, die maschinell wirken. Diese bewusste Ambiguität ist kein Zufall, sondern zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Strategie. Mit den Worten der Künstlerin: „DIE IRRITATION GEHÖRT DAZU: DASS MAN SICH BEIM BETRACHTEN NICHT AUF SICHEREM BODEN BEFINDET, NICHT WEISS, WOMIT MAN ES ZU TUN HAT.“ Adresse: Oranienburger Str. 54

Am Donnerstag den 27. August um 17Uhr beginnt im Ibero Amerikanischen Institut der Vortrag DIE DEPENDENZTHEORIE ALS MULTISKALARE THEORIE: Ein neuer Blick auf das Werk von Osvaldo Sunkel, Aníbal Quijano und Milton Santos. In seinem Vortrag wird Stefano Palestini (Università di Trento) die Multiskalarität der Dependenztheorie anhand einer Diskussion der frühen Werke der drei Autoren veranschaulichen. Der „multiskalare“ Charakter der Dependenztheorie bezieht sich auf die vielfältigen räumlichen Ebenen, auf denen sich die von den Sozialwissenschaftlern untersuchten soziopolitischen und sozioökonomischen Phänomene manifestieren. Die Tatsache, dass ein Großteil der internationalen Literatur den multiskalaren Aspekt der Theorie aus den Augen verloren hat, ist ein Symptom für die eingeschränkte Lesart, die die internationale Wissenschaft den Texten der Dependenztheorie gegeben hat. Adresse: Potsdamer Straße 37, 10785 Berlin

Am Freitag den 28.8. um 19Uhr wird in der Buchhandlung Andenbuch das Buch von David Guerra BERLIN CAY/LLÓ PRIMERO vorgestellt. Was wäre, wenn die deutsche Sprache von der Welt verschwinden würde? Der Briefkasten einer spanischen Migrantin in Berlin, der aufgrund ihrer Bürokratiefobie mit Briefen überfüllt ist, implodiert und erzeugt ein Schwarzes Loch, das die deutsche Sprache vom Planeten saugt. Die Wörter verschwinden aus allen Aufzeichnungen, ob gesprochen oder geschrieben. Die Deutschsprachigen verlieren nicht nur ihre Sprache, sondern auch ihre Namen. Als Fremde in ihrem eigenen Land finden sie im Schlaf ihre Stimme wieder, denn in der Welt der Träume existiert nur noch das Deutsche.Wie reagiert eine Gesellschaft, die ihrer Sprache beraubt wurde? Welche Verschwörungstheorien, Ideologien oder neuen Glaubenssätze entstehen, um diese Leere zu füllen? Und vor allem: Wer sind wir ohne unsere Namen? Anhand der miteinander verflochtenen Geschichten zweier gewöhnlicher Figuren – einer arbeitslosen spanischen Migrantin und eines deutschen Briefträgers, der sich der Identitätsbewegung „los Sinnombre“ anschließt – untersucht der Roman auf absurde Weise, wie Unsicherheit zu Tribalismus führt.David J. Guerra Calderón (Sevilla, 1988) ist seit 2012 Migrant und lebt seit 2015 in Berlin. Adresse:  Bergmannstr. 59 im Hof

Am Freitag den 28.08. um 19.30 spielt das MOKA EFTI ORCHESTRA in der Freilichtbühne Weissensee. Ein 14-köpfiges Ensemble aus Berlin, das den elektrisierenden Sound der 1920er Jahre ins 21. Jahrhundert überträgt. 2016 extra für die weltweit erfolgreiche TV Serie Babylon Berlin gegründet, nutzte das Orchester die Gunst des Bildschirm-Ruhms als Sprungbrett, die Bühnen Europas zu erobern. Benannt nach dem ikonischen Moka Efti Tanzpalast des Berlins der 20er Jahre, sucht die Band Inspiration im Glamour und der feierwütigen Abgründigkeit einer versunkenen Zeit. Adresse: Große Seestraße 10, 13086 Berlin

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