Wir starten die Woche des 21. bis 27. September in der Berlinischen Galerie, wo die Ausstellung RESIDUAL MEMORIES von Jeewi Lee gezeigt wird. In ihren Bildserien, Skulpturen, ortsspezifischen Installationen und Interventionen verwendet die Künstlerin einfache, scheinbar wertlose Materialien, in die sich Spuren von Zeit und Vergänglichkeit als Erinnerung eingeschrieben haben. Diese Spuren bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung, die wissenschaftliche Materialuntersuchungen mit Aspekten taoistischer Philosophie und individueller Mythologie zu poetischen, meditativen Bildwelten verbindet. Unter dem Titel „Residual Memories“ widmet sie sich Sand als einem Material, das alltäglich erscheint und zugleich von globaler Tragweite ist. Sand besteht aus Mineralien, Gestein, organischen Resten und zunehmend auch aus Mikroplastik. Er steckt in Beton, Glas, Mikrochips und Wasserfiltern und ist Grundlage unserer gebauten Gegenwart, wird jedoch weltweit in einem Ausmaß verbraucht, das ihn zu einer zunehmend knappen Ressource macht. Adresse: Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Am Montag den 21. Um 19 Uhr beginnt im HAU1 das Gespräch GABOR MATÉ IN CONVERSATION WITH THE AID AND HUMAN RIGHTS ORGANISATION MEDICO INTERNATIONAL. Als weltweit bekannter Arzt, Traumaspezialist und Autor erreicht Gabor Maté ein Millionenpublikum. Medizin, Psychologie und Neurowissenschaften verbindend betont er, dass psychische Störungen, Suchtverhalten und Autoimmunerkrankungen ihren Ursprung häufig in unverarbeiteten Traumata haben. Seine Arbeit ist teils biografisch geprägt: Als Kind überlebte er den Holocaust. Maté widmete sein Leben dem Verständnis von menschlichem Leid und der Hilfe für andere als Akt menschlicher Solidarität. Er ist der Ansicht, dass die tragische Dreiecksbeziehung zwischen deutschen, jüdischen und palästinensischen Interaktionen, auch wenn stark von den traumatischen Geschichten aller drei Völker geprägt, tief in einer Machtpolitik verwurzelt ist, die Narrative verzerrt und zu verengten Perspektiven führt. Das Ergebnis ist, dass die eigentlichen Ursachen nicht angegangen werden. Adresse: HAU1: Stresemannstraße 29
Am Mittwoch um 19.30Uhr findet in der Urania das Event SHORTLIST DEUTSCHER BUCHPREIS 2026 statt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. 180 Titel aus 106 Verlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren im Rennen um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres, sechs Autorinnen und Autoren haben es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 geschafft. Informationen zu den nominierten Titeln. Adresse: An der Urania 17, 10787 Berlin
Am Sonntag den 27 um 20Uhr spielt ALLIE SHERLOCK im HOLE 44 und stellt ihre „For Once I’ll Say It Out Loud Tour 2026“ vor. Bekannt für ihre kraftvolle Stimme, ihre emotionalen Live-Auftritte und ihr ehrliches Songwriting, hat Allie mit viralen Covers und eigenen Songs ein internationales Publikum begeistert. Auf der Bühne bietet sie intime und authentische Konzerte und schafft eine besondere Verbindung zu ihrem Publikum. Adresse: Hermannstraße 146


Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.