¿QUÉ PASA? BERLIN: 25. BIS 31. MAI
Wir starten die Woche mit der Ausstellung DIASPORA WONDERLAND, die bis zum 7 Juni in der ifa-Galerie gezeigt wird. Diaspora Wonderland begreift Mode als kulturellen Seismographen, der Veränderungen von Identität, Geschlecht, Sinnlichkeit, Herkunft und Vorstellungskraft widerspiegelt und vorwegnimmt. Die Ausstellung vereint Künstler:innen und Designer:innen, die mit Textil, Klang, Fotografie und skulpturalen Kleidungsstücken arbeiten, und zeigt Mode als einen Raum der Vermittlung und des Erzählens. Sie hebt diasporische Erfahrungen und Identitäten als konstitutive Kräfte neuer „Wunderländer“ hervor, die durch kollektive Erinnerung und Bewegung geprägt sind. Die Zirkulation von Handwerkskunst, Ästhetiken und Wissen innerhalb diasporischer Gemeinschaften wird sichtbar gemacht und zugleich der Austausch mit der Berliner Modeszene und Kreativwirtschaft gefördert. Adresse: Linienstraße 139 – 140
Wir machen weiter mit der öffentlichen Führung LAS AMERICAS, die am Montag den 25. um 17Uhr im Humboldt Forum beginnt. Die Geschichten der verschiedenen Regionen Amerikas sind so vielfältig wie deren Indigene Kulturen: Haida, Kwakwakaʼwakw, Inka, Moche, Maya, Nahuatl, Lakota und viele andere. Der Kontakt mit den europäischen Kolonialmächten war für die meisten von ihnen mit Genozid und dem Verlust von kulturellen Gütern und Wissen verbunden. In der dialogischen Führung diskutieren Sie über gegenwärtige Kooperationen mit First Nations aus Kanada und Indigenen Gesellschaften aus dem Amazonasgebiet sowie über den Umgang des Museums mit Kulturgütern aus kolonialen Kontexten, Rückgabeforderungen und Restitutionen. Adresse: Schloßpl. 1
Am Montag den 25. spielt um 20Uhr die kolumbianische Rock Band ARDE BOGOTÁ in der Columbia Halle. Ihre Live-Auftritte sind wahre Zeremonien des zeitgenössischen Rock – mehr als 150 Konzerte bisher sowie unvergessliche Auftritte bei Festivals wie Mad Cool, Sonorama Ribera oder internationale Tourneen in den USA und Lateinamerika auf Festivals wie Vive Latino, Lollapalooza oder Estéreo Picnic.Arde Bogotá ist nicht nur eine Band; sie ist die Stimme derjenigen, die sich weigern aufzugeben, derjenigen, die noch an die Kraft der Kunst glauben, zu wecken. Ihre Songs spiegeln Unsicherheit, die Schönheit des Chaos, die Sehnsucht nach Flucht, aber auch die Hoffnung wider, am Ende des Weges etwas – oder jemanden – zu finden. Ihre Texte wollen keine Lektionen erteilen; sie sind ein gemeinsames Gefühl, eine Schulter zum Anlehnen. Adresse: Columbiadamm 13-21
Am Freitag den 29. Um 18Uhr wird im Ibero Amerikanischen Institut der Film ANTUCA (D.: María Barea, Perú 1993, 72 min., Spanisch und Quechua mit Untertiteln auf englisch) gezeigt mit anschliessenden Gespräch mit der Regisseurin und Produzentin María Barea, eine der Pionierinnen des feministischen Kinos in Lateinamerika. Antuca, eine junge Frau aus den Anden, beschließt, in ihre Heimatgemeinde zurückzukehren. Ein Jahrzehnt ist vergangen, seit sie gewaltsam nach Lima verschleppt wurde, um in verschiedenen Haushalten als Hausangestellte zu arbeiten, wo sie Misshandlungen und Ungerechtigkeiten erdulden musste. Das Wiedersehen mit ihrer Gemeinschaft tut ihr gut, doch sie erkennt auch, dass sie nun zwei verschiedenen Welten angehören. Adresse: Potsdamer Straße 37, 10785 Berlin


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